Glossar - Biografien

A  I/J  R 
B  K  SSimpson
C  L  T 
D  MMendel
Mersenne
U 
EEratosthenes
Euler
N  V 
FFermat O  W 
GGoldbach
Guthrie
P  X/Y 
H  Q  Z 
blättere zurückzurück zur Modulübersicht

 
 
Eratosthenes

lebte um 250 v. Chr. in Alexandria, wo er Leiter der weltberühmten Bibliothek und Erzieher der Pharaonenkinder war. Er war Philosoph, Dichter, Geograph und nicht zuletzt auch Mathematiker.
Er bestimmte folgendermaßen den Umfang der Erdkugel:
Am Tag der Sonnenwende (21.Juni) steht die Sonne in Assuan mittags genau im Zenith, ein senkrecht aufgestellter Stab wirft also keinen Schatten, denn Assuan liegt auf dem nördlichen Wendekreis. Zur gleichen Zeit bilden die Sonnenstrahlen in Alexandria mit einem senkrecht aufgestellten Stab einen Winkel von 7,2o. Alexandria liegt ziemlich genau 5000 Stadien (griechische Längeneinheit) in nördlicher Richtung von Assuan. Ist u der Erdumfang (in Stadien gemessen), dann gilt also
      5000 : u = 7,2 : 360 und damit
      u = (360*5000) : 7,2 = 250000  (Stadien).
Ein Stadion misst etwa 157,5 Meter, so dass die Berechnung des Eratosthenes auf einen Erdumfang von etwa 39375 km führt, was der Wahrheit erstaunlich nahe kommt. Der Äquatorumfang beträgt 40076,6 km.

nach oben
zum Modul Primzahlgeheimnisseblättere zurück

 
 
Euler

Leonhard Euler (1707-1783) stammt aus Basel. Auch er sollte wie sein Vater Pfarrer werden, wobei bereits dieser mathematisch begabt war. Er begann sein Theologiestudium, besuchte allerdings auch Veranstaltungen wie Geometrie, theoretische und praktische Arithmetik, Ausgewählte Kapitel der Geometrie nebst Anwendungen und Astronomie. Während seines Studiums kam er in den Kreis junger Mathematiker um Johann Bernoulli.
Mit 20 wurde Euler als "Adjunkt" (heute würden wir sagen als wissenschaftlicher Mitarbeiter) an die kurz vorher gegründete Petersburger Akademie der Wissenschaften berufen. Ab 1731 hatte er dort eine Stellung als Professor für Physik. Er arbeitete dort an mathematischen Naturwissenschaften und Vorformen mathematischer Technikwissenschaft. Darüber hinaus publizierte er rege auch zu anderen Gebieten wie mathematischer Musiktheorie, Analysis, Zahlentheorie und Geometrie.
Unter Eulers geometrischen Arbeiten gibt es eine 1735 verfasste und 1741 in den Commentarii der Petersburger Akademie der Wissenschaft publizierte Abhandlung über ein der "Analysis Situs angehörendes Problem" (wie Euler in Anschluss an eine Bemerkung Leibnizes formulierte), das Königsberger Brückenproblem.
Eulers Gesammelte Werke Opera Omnia, die erst in unserem Jahrhundert herausgegeben wurden, umfassen 72 Bände wissenschaftlicher Abhandlungen in drei Serien; dazu tritt eine umfangreiche wissenschaftliche Korrespondenz.
( -> ausführlichere Biografie im Modul Königsberger Brückenproblem)

nach oben
zum Modul Königsberger Brückenproblemblättere zurück

 
 
Fermat

Pierre de Fermat (1601-1665) war königlicher Justizbeamter in Toulouse. Er gilt als einer der Väter der neuzeitlichen Mathematik. Seine mathematischen Erkenntnisse sind größtenteils in Briefen an seine Zeitgenossen (Descartes, Pascal u.a.) enthalten. Sein Interesse an Fragen der Arithmetik wurde vor allem durch das Studium der Werke von Diophant von Alexandria (um 250 n. Chr.) geweckt.
Bei seinen arithmetischen Überlegungen hat Fermat sehr oft den folgenden Satz benutzt, welcher heute Satz von Fermat heißt: Ist die natürliche Zahl a nicht durch die Primzahl p teilbar, dann lässt die Potenz ap-1 bei Division durch p den Rest 1.
Fermat hat sich auch mit pythagoräischen Tripeln beschäftigt; dies sind Tripel (a;b;c) natürlicher Zahlen mit a2+b2 = c2. Beispiele für solche Tripel sind (3;4;5) und (5;12;13). Fermat sprach die Vermutung aus, dass es keine natürlichen Zahlen
x,y,z gibt mit

xn+yn = zn,

wenn n eine natürliche Zahl größer als 2 ist. Diese Fermatsche Vermutung konnte erst im Jahr 1995 bewiesen werden.

nach oben
zum Modul Primzahlgeheimnisseblättere zurück

 
 
Goldbach

Christian Goldbach (1690-1764) lehrte Mathematik an der von Zar Peter dem Großen in Petersburg gegründeten Akademie. Die berühmte Vermutung über die Darstellung gerader Zahlen als Summe von zwei Primzahlen formulierte er im Jahr 1742.

nach oben
zum Modul Primzahlgeheimnisseblättere zurück

 
 
Guthrie

Francis Guthrie (1831-1899) studierte in London Mathematik und Jura. Zunächst arbeitete er als Jurist in London. 1861 ging er als Professor der Mathematik an das Graaff-Reinet College in Südafrika. Er hielt auch Vorlesungen in Botanik und beschäftigte sich mit der neuen Eisenbahnstrecke, die Port Elizabeth mit dem Indischen Ozean verbinden sollte. Außer durch seine Verbindung mit dem Vierfarbenproblem machte er sich einen Namen mit seinen botanischen Forschungen. In zwei Fällen wurde sein Name zur botanischen Namensgebung verwendet. (Guthriea capensis, Erica Guthriei).

nach oben
zum Modul Vierfarbenproblemblättere zurück

 
 
Mendel

Gregor Johann Mendel wurde am 22. Juli 1822 als Sohn einer Bauernfamilie in Heinzendorf geboren.
Er trat in das Augustinerkloster bei Brünn ein, das als Zentrum für die Lehre und Forschung bekannt war. Später arbeitete er als Lehrer an der Technischen Schule von Brünn. 
Während dieser Zeit widmete sich Mendel intensiv der Erforschung von Veränderungen, der Vererbung und Evolution von Pflanzen, die im Klostergarten wuchsen.Zwischen 1856 und 1863 führte er zahlreiche Kreuzungsexperimente durch.Die Ergebnisse seiner Experimente fasste Mendel später zu drei nach ihm benannten Mendelschen Regeln zusammen. Die volle Bedeutung seines Werkes wurde erst in den späten zwanziger und frühen dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Evolutionstheorie entdeckt.
Mendel starb am 6. Januar 1884 in Brünn.

nach oben
zum Modul Primzahlgeheimnisseblättere zurück

 
 
Mersenne

Der französische Paulanermönch Marin Mersenne (1588-1648) lehrte Mathematik und Physik. Er korrespondierte mit vielen bedeutenden Mathematikern seiner Zeit, so dass durch ihn zahlreiche mathematische Entdeckungen bekannt und weitere Forschungen angeregt wurden.

nach oben
zum Modul Primzahlgeheimnisseblättere zurück

 
 
Simpson

E.H.Simpson, ein amerikanischer Mathematiker, hat 1951 im "Journal of the Royal Statistical Society" das nach ihm "Simpsonsches Paradoxon" benannte Phänomen zum ersten Mal beschrieben.

nach oben
zum Modul Primzahlgeheimnisseblättere zurück

blättere zurückzurück zur Modulübersicht